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Osprey - Atmos 35 - Touring backpack tested

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by Martin helpful

Mit der Zeit in die Freizeitecke ausgelagert

2007 eigentlich als "Allround-Touren-Rucksack" gekauft, gefiel er mir am Anfang recht gut.

Eingesetzt wurde er zunächst auf Trekking-Touren (Himalaya, Kilimandscharo, etc.), wo er sich sehr gut geschlagen hat. In diesen Einsatzgebieten glänzt er mit Tragekomfort bei guter Belüftung und einem recht guten Handling. Stöcke und stark frequentiertes Bedarfsmaterial lassen sich schnell und bequem Außen verstauen und wieder entnehmen.
Will man ihn aber an seine Grenze beladen, lässt sich der Reissverschluss schlecht zuziehen und man befürchtet, ihn auch dabei zu zerstören.


Ausrangiert wurde er jetzt von mir, wegen den deutlichen Nachteilen:

Habe mit meinen 1,89 m einen BMI im unteren "Normalbereich" ich muss alle Trageschlaufen bis auf Anschlag zuziehen und würde diese gerne bei dünner Bekleidung und "schwerem Gelände" sogar manchmal noch enger einstellen können. Die überstehenden Riemen bilden dann beim Klettern , Bergsteigen und Skifahren (Liftanlagen) eine ernste Gefahr. Die Proportionen sind wohl eindeutig auf den amerikanischen Markt zugeschnitten.

Der sehr starre Steg bietet zwar guten Tragekomfort, hat aber bei mir eher nur Nachteile:

Bei Fernreisen ist er sehr sperrig und das Cordura-Material an den Ecken verschleißt ohne zusätzlichen Schutzsack sehr schnell . Noch schneller geht das durch Gesteinsabrieb im Gebirge.

Beim Absetzen im steilen Gelände hat er dadurch einen sehr schlechten formerzwungenen Schwerpunkt und man muss ihn oft extra stabilisieren, damit er nicht den Hang runterkullert.

Die Hauptnachteile liegen bei mir aber eindeutig beim Einsatz während den technischen Disziplinen. Sobald ernsthafter Alpinismus beginnt, bleibt dieser Rucksack auf der Strecke.

Der untere Steg kollidiert mit der Trageposition eines Chalk-Bags.

Durch den breiten Aufbau, verkeilt man sich schneller unvorteilhaft in Kaminen und Durchschlupfen - starrer Steg bleibt stecken und gibt nicht nach.

Das Nervigste und Gefährlichste ist aber, sobald man einen Helm oder Hut mit Krempe trägt, ist die Kopfbewegungsfreiheit und damit das Sichtfeld so eingeschränkt, dass an ein umsichtiges Fortbewegen im Gebirge nicht zu denken ist. Die Kopfbedeckung schlägt bei einem geraden Blick nach Vorne schon schnell am oberen Steg an. Bei geneigter Kletterei lässt sich der Blick nicht nach Oben zur Wand richten - man ist somit öfters zum "blinden Aufrichten" gezwungen, als einem lieb sein kann.

Fazit:
Zum Wandern und für Trekking ein schöner Rucksack. Aber warum z.B. Materialschlaufen für Pickel und Expressschlingen vorhanden sind, wenn man den Rucksack nicht mit einem Helm zusammentragen kann, erschließt sich meiner Logik nicht...

  • Advantages
    Lightweight
    Comfortable to carry
    Good ventilation
    Good carry system

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Abraham | Muenchen
31.07.2014 21:51

kleine Anmerkung: was Du als Materialschlaufe ansiehst ist doch eigentlich die untere Halterung fuer das Stow-on-the-go-System zur Befestigung der Trekkingstoecke, oder? Fuer Alpin-Sachen ist der doch eigentlich gar nicht gedacht und gemacht!?

Martin
02.08.2014 09:00

Nein, wie Du hier unter den "Extras" und auf den Bildern erblicken kannst, sind am hinteren Bereich außen/unten jeweils zwei Laschen für z.B. Eisgeräte angedacht.

Für mich impliziert das eine gewisse alpin angedachte Ausrichtung.

Aber durch das Rahmentragesystem und die damit definierte in die Breite gezogene Form, ist der Rucksack eigentlich nur für Trekking- oder Wandertouren herzunehmen, wo mal vielleicht ein großes Altschneefeld mit Pickel malträtiert wird...
Sollten aber darüberhinausgehende Ziele angestrebt werden, sollte man m.M.n. sich für andere Produkte entscheiden.

Ist echt ein guter Rucksack, nur ich bin an seine Grenzen gestoßen und wollte die hier anderen nur aufzeigen...

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Question from Simon | Düsseldorf
08.07.2014
Wird für diesen Rucksack ein extra Raincover benötigt?

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Hannes(Community) | Customer Service
09.07.2014 09:39

Hallo Simon!

Der Rucksack ist leider nicht wasserdicht und eine Regenhülle ist zu empfehlen. Schau mal hier nach:

http://www.bergfreunde.de/osprey-ultralight-raincover-regenhuelle/

Machs gut
Hannes

Simon | Düsseldorf
09.07.2014 11:36

Vielen Dank!

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Martin
23.07.2014 12:51

Ja, habe mich für das Deuter "Standard" Cover entschieden. Größe: 20-35 l. Das Cover lässt sich durch die starren Stege nur bedingt fixieren und rutscht unten immer wieder über die Kanten. Die Nummer Größe hätte aber einen schlechteren Formschluss gehabt.
Ich rate dir zu einer Alternative. Vielleicht sogar zu einem Raincover von Osprey selbst!?

Gruß

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